>Frauen sind zu feige um Karriere zu machen!

>Dies ist die Aussage des neuen Buches von Bascha Mika (ehenmalige TAZ Redakteurin). Dieses scheinbar  bockige Pamphlet trifft genau in die Kerbe der aktuell diskutiuerten Frauenquote und erhitzt die Gemüter.
Zu Recht?

Meines Erachtens manövrieren sich Frauen genau durch derartige Thematisierungen ins Abseits. Sie sehen sich selbst in einer Sonderstellung und provozieren geradezu eine ExtrawurstBehandlung.Warum kann es nicht einfach ok sein dass Frauen sich für Familie oder für Karriere entscheiden, schliesslich sind eben sie es die Kinder bekommen KöNNEN und diese Tatsache bringt nun einmal solch eine Entscheidung mit sich. Was ist daran so schlimm? Warum müssen wir Frauen immer alles miteinander vereinbaren können? Warum kann ich mich nicht bewusst für Kind oder Chefsessel entscheiden ohne dass das gleich mit Feigheit assoziert wird? Viele Frauen wollen einfach auch nicht in die Chefetage, selbst ohne Kinder manchal nicht. Warum? Weil für sie möglicherweise nicht der Sinn im Leben darin besteht qualitativ hochwertige Lebenszeit im Büro zu verbringen?
Das kann und sollte doch jeder für sich selbst entscheiden und hat üBERHAUPT nichts mit Feigheit zu tun sondern mit einem eigenen Lebensentwurf. Und die Frauen, die gut sind in ihrem Job, die gelangen auch ohne Quote auf die Karriereleiter. Davon bin ich überzeugt.

Und bitte bitte bitte keine „Rhetorik für Frauen-Kurse“ oder ähnliches mehr. Frauen sind Menschen, nicht behindert und brauchen also keine Sonderbehandlung. Jesus.
Leider sind die Frauen diejenigen die das am Wenigsten verstehen.

18 Gedanken zu „>Frauen sind zu feige um Karriere zu machen!

  1. >Einen ähnlichen Beitrag wollte ich auch mal demnächst bloggen (wenn ich mal Zeit für so etwas ernsthaftes habe).Recht hast Du, aber viel wichtiger wäre es mal die sogenannten "Frauenberufe" gesellschaftlich und eben auch finanziell aufzuwerten.Wenige Frauen wollen wirklich so sein wie die Männer, denn genau das wird von ihnen in Chefetagen verlangt. Ich frag mich warum ein Bankvorstand besser angesehen ist, als eine Erzieherin. Ehrlich gesagt, macht die Erzieherin den anstrengenderen und verantwortungsvolleren Job.Ich könnte noch Seiten weiter schreiben, aber das veröffentliche ich dann wohl eher selbst einmal in nächster Zeit.

  2. >Das Buch wollte ich mir auch zu Gemüte führen – aber ich kämpfe noch mit den Nachwirkungen der „Mädchenfalle“. Die Autorin schlägt in die gleiche Kerbe und das musst du erstmal verdauen, wenn du nicht auf dem Chefsessel gelandet bist. ;)Sprichst mir mit deinem Beitrag aus der Seele. Schon wieder.😉 Kind und Karriere? Ich hab’s nicht hinbekommen. Was daran liegen mag, dass ich mich in den typischen „Frauenjobs“ durchgewuselt habe und mir keine Nanny, Haushaltshilfe und sonstiges leisten konnte und es sich nicht gerechnet hätte. Das Erstaunliche ist allerdings, dass nicht die Männer den Frauen bei dieser Entscheidung das Leben schwer machen, sondern sich die Frauen selbst untereinander „zerhacken“. Bei uns war die Aufgabenteilung anfangs klar (und steinzeitlich) festgelegt. Und dann machst du als Mutter mit dem neidischen Zickenkampf Bekanntschaft… Als „Nur“-Mutter wirst du schief von den Müttern angesehen, die arbeiten gehen. Nach dem Motto „Setzt sich ins gemachte Nest und ist völlig unselbstständig.“ Tatsächlich fühlt es sich in der Praxis ganz mies an, finanziell völlig vom Mann abhängig zu sein und derartige Kommentare machen das nicht besser. Als ich einen Mami-Mini-Job als Zahnarztputze angenommen habe, versicherten mir viele Mamis sehr wortreich, wie toll sie das finden, dass ich so zurückstecke (?!) und mich zu „so etwas“ herablasse. Mit den gleichen Mamis habe ich kaum noch Kontakt, seitdem ich als Freiberuflerin arbeite und nicht mehr putze. Dafür wird bei einer guten Note des Juniors gerne ins Gespräch eingeflochten, dass ich ja von zu Hause arbeiten würde und natürlich die Zeit hätte, mich entsprechend um mein Kind zu kümmern. *ächz* So wird das nie was – und da ändert auch die Frauenquote nichts dran. Ich denke auch, dass es die Frauen, die wirklich gut in ihrem Job sind und bereit dazu sind, dieses „Männerspiel“ mitzuspielen, nach oben schaffen. [Aber was weiß ich schon, ich bin ja nur ein „feiges Mädchen“😉 ]P.S: Sorry, ist doch ganz schön lang geworden. Vielleicht hätte ich es wie Crookshanks machen sollen und einen eigenen Post schreiben sollen.😦

  3. >Ich hab auch keine Lust auf Karriere und auch keine Lust (mehr) auf Familie. Ich strebe nach maximaler Freizeit, Gelassenheit und so viel Kohle zu verdienen, dass ich mir ein paar Extras leisten kann. Mag nicht viel sein, aber so ist es nun einmal bei mir. Verständnis bekomme ich mit dieser Meinung auch nicht gerade. Mir aber schnuppe.🙂

  4. >Meine Professorin hat mich fuer ein Programm vorgeschlagen, innerhalb dessen ich unter anderem fuer die weltbank und die nato arbeiten wuerde. will ich das? nö. denn ganz im ernst: ich will nicht 50 jahre wie ein pferd ackern, damit ich dann mit 70 irgendwann merke das alles an mir vorbeigezogen ist. wem sowas taugt, bitte. ich glaube ausserdem dass sich karriere nicht nur nach arbeitsgehalt und stunden pro woche errechnet, sondern auch dadurch, wie wohl man sich bei dem fuehlt, was man tut.

  5. >ach: und dieses ewige sich vergleichen und messen muessen beweist nur, dass diejenigen die dies tun sich immer noch als "untergeben" betrachten, sonst haetten sie dies nicht noetig. wenn ich morgens aufstehe, frage ich mich wie ich das was ich zu tun hab, am besten schaffe. ich frage mich nicht, wie ich das was ich zu tun habe besser oder genauso schaffe wie ein mann.

  6. >@crookshanks: Herzlich Willkommen im Blog!🙂 Eine Erzieherin (als typischer Frauenberuf) sollte genauso angesehen werden wie ein Bankvorstand. Was die Bezahlung angeht, kann ich aber schon verstehen dass der Bankvorstand mehr verdient. Er hat weit aus mehr in seine Karriere investiert als eine Erzieherin mit einer dreijährigen Ausbildung. Ich finde dem sollte man schon gerecht werden. Ob Mann oder Frau. @ Vanilla: ich bin auch der Meinung dass Karriere und Kind nicht geht. Klar, hat man EIN Kind und einen normalen Job mag das bis zu einem gewissen Grad schon irgendwie gutgehen. "Schon irgendwie" wäre mir aber für beide Lebensentwürfe zu wenig. Karriere oder Kinder werden von jedem individuell bewertet, da gibt es m.E. kein "Ueberbewerten". Für den einen ist es das eine der Lebensinhalt, für den anderen das Andere. @ Citara: Genau so isses. @ Anna: Spannend das mal von jemandem zu hören der ausprobiert hat beides zu kombinieren. Und ich denke Du hast Recht in dem Du sagst dass sich die Frauen bei der Erfüllung ihrer Karriereträume gegenseitig zerhacken. In meinen bisherigen Eindrücken im Berufsleben habe ich niemals einen Chef gehabt der mir den Weg nach oben verbauen wollte. Immer waren es Frauen die einem hier und da ein Steinchen in den Weg geräumt haben. Männer hingegen habe ich immer als wohlwollend und supportive erlebt. Sie haben mich auch mit in ihr Business-Network integriert und sahen mich immer als aufstrebende junge Kollegin. Dass man als Mutter (egal was man auch macht) von anderen Müttern terrorisert wird habe ich bei meiner ehemaligen Freundin miterlebt. Aber, es kommt immer darauf an ob Du Dir diesen Schuh anziehst. Ich meine klar, komplett finanziell vom Mann abhängig zu sein ist ein Fehler, aber das ist man ja nicht solange man einen Beruf gelernt hat und vielleicht wie Du es auch gemacht hast einen kleinen Job annimmt. Und Putzen ist doch absolut ok solange DU dir nicht selbst sagst: Guck mal wie tief ich gesunken bin. Wenn dies Dein Lebensentwurf ist und Du Deine Kinder erziehen möchtest wie DU willst, dann sollen Dir alle anderern Muttis (die anscheinend nix besseres zu tun haben als sich zu ereifern) den Buckel runterrutschen. Und: Nicht zu lang der Kommentar! Finde es schön wenn man etwas in die Diskussion kommt! :-)@ Fabelhaft: Verständnis? WTF is Verständnis? Richtig so meine Liebe. Und wenn Du in einer Villa mit 40 Katzen irgendwann mal alleine Dein Miracoli kochst, bist Du vielleicht immer noch glücklicher als eine Hardcore-Wanna-Be-Mama-oder-Business-Bitch. @ Miss Winkelmann: Herzlich Willkommen im Blog!🙂 Das sehe ich genauso. Für mich müsste es glaube ich eine gute Mischung sein. Job der Spass macht (evntl. halbtags), Hund, eventl. Kind, toller Mann, Das Leben geniessen mit vielleicht auch etwas weniger Geld.

  7. >@ Charlotte Sometimes: Da waren wir gleichzeitig am Kommentieren :-)Genau! Wer ständig darüber spricht fühlt sich selbst in der Frauenfalle und denkt er (sie) kommt nur über Quengeln wieder raus. Bullshit. Mach Deinen Job richtig und Du wirst erfolgreich sein wenn du willst. Die Männer sind da nich dran schuld, sondern greifen höchstens auf, was sich diese vernebelten Feministinnen einbilden.Für mich wäre wie gesagt eine Leben verheiratet mit meiner Karriere auch nix. Aber nicht weil ich unbedingt Kinder will, sondern weil mir meine Freizeit sonst einfach zu wichtig ist. Trotzdem cool dass Dein Prof Dir sowas vorschlägt. Da sieht man es mal wieder. Männer haben null Stress damit dass Frauen Karriere machen.

  8. >@Frl. Kapriziös: Sorry, dass ich erst jetzt antworte, aber ich habe Deine Antwort auf meinen Kommentar erst Duch den Beitrag bei Cassy gelesen.Aber ich muss dringend einen Irrtum berichtigen. Die Ausbildung einer ERzieherin dauert 5 Jahre, also 10 Semester. Die Verantwortung die sie trägt ist durchaus beachtlich und dafür ist es wirklich besch… bezahlt.

  9. >@crooks: Ok, da hast Du recht. Das ist dann wirklich schon nicht optimal. Wobei man ja in der Ausbildung auch etwas verdient, im Studium durch Bafög jedoch noch Schulden aufbaut. Aber das hat ja nix mit der Verantwortung zu tun. Es stimmt schon, manche Berufe sind einfach unterbezahlt. Da wundert es mich wirklich dass das einige noch lernen. Hut ab.

  10. >Liebe Me,ich will jetzt nicht besserwisserisch klingen, aber Erzieherin ist eine schulische Ausbildung, die nicht entlohnt wird. Im 5ten Jahr, dem sogenannten Anerkennungspraktikum bekommen sie ein Gehalt, das sich an den öffentlichen Dienst anlehnt (um die 1000 € pro Monat, wovon sie aber zahlreiche Lehrmittel bezahlen müssen).Ich denke es ist ein idealistischer Ansatz, warum man diesen Beruf ausübt, weil man gerne mit Kindern umgeht (das gleiche gilt übrigens fürs Pflegepersonal in Kliniken und Altenheimen) und das ist auch gut so, dass es ncoh Menschen gibt denen es nicht ausschließlich ums Geld geht. Umgekehrt finde ich eben, dass es besser bezahlt und vor allem anerkannt werden soll, weil die Verantwortung und der Wert für die Gesellschaft enorm ist. Imho höher als die eines Bankers (um beim Vergleich zu bleiben)….

  11. >@crooks: Oh, das wusste ich gar nicht! Bist gar nicht besserwisserisch! Finds immer gut was zu lernen. Unter diesen Aspekten ist das ja wirklich der Hammer! Auf jeden Fall ist es wichtig dass es Menschen gibt die das trotzdem geringen Gehalt machen, ich hatte auch einmal überlegt Altenpflegerin zu machen, allerdings konnte ich das irgendwie mit mir nicht vereinbaren dass man die alten Menschen im Heim so abfertigen muss. Da mach ich lieber später mal etwas ehrenamtlich. Aber was kann man gegen so viel Ungerechtigkeit tun? Streik? Von wem werden Erzieherinnen eigentlich bezahlt? (Sorry, hab da echt keien Ahnung).

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