>Zeitzeugnis

>Heute habe ich einen interessanten Fund in einem meiner Uralt-Statistik-Bücher gemacht (uuups… da zeigt sich wie lange ich da nicht mehr reingeschaut habe). Anyway, nun zur story:

Ich hatte einmal eine Freundin.
Ihr Leben bestand aus Louis Vuitton Taschen, Bulimie, Juist Urlauben und Kochrezepten für gesunde Hundeernährung (BARF falls das jemandem etwas sagt).
Sie war aus guten Elternhaus und hatte sich kürzlich gewinnbringend weiterverheiratet (man will sich ja nicht verschlechtern).
Leider stellte sich heraus dass der Göttergatte ein Riesenmanko hatte: Er war kein guter Liebhaber.
Warum sie das nicht vor der (sowieso überstürzten) Hochzeit ins Lot gebracht hat ist mir heute noch ein Rätsel. Jedenfalls dachte sie sich eines Tages dass er es wahrscheinlich nie schaffen könne sie zufriedenzustellen und meldete sich in einem Casual-Sex-Internet-Portal an. Dort lernte sie (ebenfalls liierte) Männer kennen und traf sich mit diesen auf Gewerbegebietsparklätzen, Stundenhotels etc.
So richtig Absturz eben. Wenn man schon so kaputt ist wie sie dann kommt es auf die Feinheiten auch nicht mehr an.
Jedenfalls setzte sie nach einigen Situationen, die sich dann doch nicht so entwickelten wie sie sich das vorgestellt hatte, irgendwann ein „Manifest“ auf das die Regeln für sie enthielt und versteckte es eben genau in diesem meinen Statistik-Buch.

Klick und es wird groß
Irgendwann konnte ich mir dann nicht mehr mit ansehen wie sie ihren (echt tollen) Mann rücksichtslos betrog. Ich hatte es satt ihr ständig ein Alibi zu sein und ihn dadurch irgendwie ein Stückchen mitzuverarschen. Ich war kurz davor ihm die Wahrheit zu sagen, habe mich aber dann doch dagegen entschieden weil ich der Meinung war dass er es sowieso schon irgendwie wissen musste. So offensichtlich und dreist waren ihre Eskapaden.
Heute lebt sie mit Mr. Ehemann in einer anderen Stadt. Ich weiß nicht wie der jetzige Stand ist, ob das Spiel dort weiterging oder nicht. Anzunehmen wäre es. 
Irgendwie ein wirklich trauriges Stück Papier, das die Zerstörung einer Beziehung und die Persönlichkeitsstörung einer jungen Frau dokumentiert.

11 Gedanken zu „>Zeitzeugnis

  1. >Aua. Das ist ECHT übel. Ich hatte auch eine Freundin, die ihren Mann nach Strich und Faden betrogen hat. Er hats dann irgendwann mitgekriegt – und obwohl ich ihn allenfalls flüchtig kannte, hat er mir den schwarzen Peter zugeschoben, weil ich ihm das ja hätte sagen müssen. Inzwischen sind die beiden geschieden. Und die Freundschaft zu ihr ist nach den ganzen Eskapaden auch inzwischen auf der Strecke geblieben.Weiß nichmal, ob ichs schade finde.

  2. >Ich bin immer wieder erstaunt, dass es wirklich solche Menschen gibt. Aber auch immer wieder erstaunt, wie viele es sich gefallen lassen. Dennoch jedem das seine.🙂 P.S. Diese Punkte sind doch aus irgendeiner Frauenzeitschrift, oder?

  3. >Ich bin ja der Meinung ein Mensch ist grundsätzlich nicht monogam, aber man sollte darauf achten, wenigstens sequenziell polygam zu sein.;-)Geht einer in einer Beziehung fremd, gibt es meist einen Grund, der selten an einem Partner alleine liegt.Schlimm finde ich, wenn man andere mit reinzieht.Es ist o.k. wenn man "mal" auf die Beste Freundin zurückgreift, aber nicht auf Dauer. Gut finde ich, dass Du es ihm nicht gesagt hast, denn das ist nicht Deine Sache. Manchmal muss man Menschen nicht weh tun, wenn es keinen Anlass gibt, aber Du hättest Deiner Freundin das sagen sollen, dass Du damit ein Problem hast. Der Punkt geht an Dich.Ansonsten wird sich die Situation sicherlich irgendwie geklärt haben. Ob zum "Guten" oder zum "Schlechten" bleibt dahingestellt und ist eine Frage der Perspektive…

  4. >@Lyanca: Krass dass DU den schwarzen Peter bekommen hast! Ich meine ist doch wirklich deren Sache!Nein, ich finde es um meine verlorene Freundschaft auch nicht schade. Mit so einem eiskalten Menschen kann ich einfach nicht befreundet sein. @Fabelhaft: HaHa! Frauenzeitschrift. Könnte sein.🙂 Wenn eine Frauenzeischrift mal anfängt solche Tipps zu geben hör ich auf die zu lesen. @Miss Winkelmann: Stimmt leider. @crooks: Klar, finde auch dass man "mal" die Freundin mit einbezieht, allerdings hat das wirklich alles seine Grenzen. Ich habe ihr ständig gesagt dass ich damit ein Problem habe, sie hat es jedoch nicht interessiert und einfach weitergemacht und am Schluss mich einfach als Alibi bei ihrem Ehemann genannt ohne dass ich davon wusste. Aboslute Frechheit! Ich glaube da ist gar nix geklärt. Aber das ist mir mittlerweile wirklich egal.

  5. >…das mit den klicken für groß funktioniert nicht…konnte es aber trotzdem lesen.Das Mädel braucht eine Therapie. Wäre ich an ihrer Stelle, ich könnte nie einschlafen..mein Gewissen würde mich fertig machen. vielleicht hilft da eine offene Partnerschaft…der Mann ist sicher auch unzufrieden….hoffentlich kommen da keine Kinder…

  6. >@Charlotte Sometimes: Ich glaube sie war einfach nur froh dass sich ein Idiot gefunden hat der ihr weiterhin ein Prinzessin auf der Erbse Leben ermöglicht hat. Da spielte es wahrscheinlich erst einmal keine Rolle ob er sie anfasste wie ein Küchengerät. Tss….@Björn: Sie war in Therapie. Hat aber nix geholfen. An eine offene Partnerschaft habe ich auch sofort gedacht, aber sie haben ja kaum darüber geredet. Oh je, klar… HOFFENTLICH keine Kinder. Daran hab ich noch gar nich gedacht. Das würde sie gar nicht gebacken bekommen. So ganz alleine von ihrer psychischen Verfassung her.

  7. >@Mary Malloy: Er war ein gutaussehender, spießiger Jurist, der dauer-dackelblickig auf die Liebe seines Lebens wartete bis sie dann um die Ecke kam. Er wurde eingelullt, war verknallt wie nie und versuchte sich mit einer LV Speedy Bag nach der anderen ihre gnädige Liebe zu erkaufen. Arme Sau. @Citara: Na ja, sie war die erste Frau die ich kannte die das so eiskalt berechnend durchgeführt hat.

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