Psychologisches

Essen ist instinktiv und triebhaft, und deshalb etwas, was alle Menschen, selbst die deren Hirnleistungen kaum über das Stammhirn hinausgehen, zu Wege bringen. Es bedarf dafür keine größere Leistung des Neo-Cortex (wenn man einmal von Einkaufsplänen, etc. absieht und es auf den reinen Akt des Essens beschränkt) und könnte somit als eine „niedere“ Tätigkeit bezeichnet werden. Um sich von „den Anderen“ abzugrenzen, weil man sich im Leben mit „höheren“ (Hirn)Tätigkeiten beschäftigt und sich dadurch aufwerten kann, lässt man das Essen dann einfach ganz.

Ich glaube ich habe soeben die Essstörung meiner hochbegabten Freundin verstanden.

 

8 Gedanken zu „Psychologisches

  1. Interessanter Ansatz. Und beängstigend gleich dazu. Dann müsste konsequenterweise alles abgelehnt werden, was instinktiv und triebhaft – also eine niedere Tätigkeit – ist?!

  2. Frauen habe heute eh ein gestörtes Verhältnis zu Lebensmitteln so mein Eindruck, alles möglichst roh oder nur einmal durch die Pfanne geschleudert und schon glauben sie große Kunst vor sich zu haben.

    Was du oben schreibst, wird wohl richtig sein, könnte Askese sein.

    • Askese ist ein gutes Stichwort. Sie lebt auch dementsprechend und verzichtet auf die meisten Luxus- und Konsumgüter. Nur das was wirklich nötig ist. Die Kontrolle, die bei der Askese die Triebfeder ist, spielt eine wichtige Rolle in ihrem Leben.

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