Ca. 11600 Menschen

leben in Studiumsstadt unter der Armutsgrenze. Zur Weihnachtszeit sind es immer noch genauso viele.

Heute im Supermarkt standen Oberstufenschüler am Eingang und erklärten dem Einkäufer dass sie eine Lebensmittel-Spendenaktion für Die Tafeln machen. Man konnte also im Supermarkt etwas kaufen und nach der Kasse in den Spenden-Einkaufswagen der Schüler legen. Es war dabei völlig egal ob man nun eine Staude Bananen oder ein Roastbeef spendet, angenommen wurde alles und heute noch zu den bedürftigen Menschen gebracht. Ich fand das eine Spitzenidee (ich mag Die Tafel und ihre Arbeit) und legte eine hochwertige Pastasauce in den Wagen.

Im Verlauf des Tages machte ich mir Gedanken über das Spenden an sich. Warum und wann spenden wir? Ist es ein persönliches sich selbst „auf die Schulter klopfen“ oder eine wirklich empathische Geste?

Laut der aktuellen Forschung sind am Entscheidungsprozess Spenden JA-NEIN u.a. folgende Variablen beteiligt:

  • Einstellung gegenüber Charity Einrichtungen
  • Altruismus
  • Religiösität (auch als demografische Variable)
  • Involviertsein in das jeweilige Thema
  • Spenden-Charakteristika
  • Größe des Spenden-Angebots (Nachfrage)
  • Moralische Normen
  • Schuldgefühle
  • Reiche Menschen spenden weil sie es für obligatorisch halten und es Teil ihrer momentanen und posthumen priviligierten Position ist.
  • Empathie für Fremde veranlasst eine Oxytocyn Ausschüttung was wiederum zu mehr Großzügigkeit führt.
  • Religiösität korreliert positiv mit Altruismus.
  • Kirchengänger spenden mehr als Nicht-Kirchengänger

Leider habe ich auf die Schnelle zum Persönlichkeitsaspekt außer Altruismus nicht viel gefunden. Habt ihr Ideen? Warum spendet ihr? Ist das Gefühl nach dem Spenden (etwas Gutes getan zu haben) vorrangig oder was genau fühlt ihr nach dem Spenden?

PS: Und ja, ich finde es auch schlimm dass man meist nur an Weihnachten auf das Spenden aufmerksam gemacht wird (oder eben selbst nur in dieser Zeit daran denkt). Es muss auch unter dem Jahr eine Präsenz in den Köpfen der Menschen geben und da hapert es m.E. an den Marketingstrategien dieser Non-Profit Organisationen. Wobei wir wieder bei der Größe des Spendenangebots wären (siehe oben).

 

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So viel…

Ich liebe Dich.

Drei Worte und so viel Wirkung.

So viel Chance, so viel Leid, so viel Enttäuschung, so viel Freude, so viel Verletzung, so viel Hoffnung, so viel Zuversicht, so viel Lüge, so viel freudiger und schmerzhafter Herzkrampf, so viel Wut, so viel Wärme, so viel Nähe, so viel Verzweiflung, so viel Sinn des Lebens.

„Denn wo nichts undenkbar ist, kann alles wahr sein. Selbst die Lüge.“

(Zitat aus einem Kriegsfilm)

Psychologisches

Essen ist instinktiv und triebhaft, und deshalb etwas, was alle Menschen, selbst die deren Hirnleistungen kaum über das Stammhirn hinausgehen, zu Wege bringen. Es bedarf dafür keine größere Leistung des Neo-Cortex (wenn man einmal von Einkaufsplänen, etc. absieht und es auf den reinen Akt des Essens beschränkt) und könnte somit als eine „niedere“ Tätigkeit bezeichnet werden. Um sich von „den Anderen“ abzugrenzen, weil man sich im Leben mit „höheren“ (Hirn)Tätigkeiten beschäftigt und sich dadurch aufwerten kann, lässt man das Essen dann einfach ganz.

Ich glaube ich habe soeben die Essstörung meiner hochbegabten Freundin verstanden.

 

What were your childhood dreams?

Im Zusammenhang mit dem Tod von Steve Jobs fand ich ein Video der „Last Lecture“ von Randy Pausch im Netz. „Last lectures“ ist in den Staaten eine Initiative bei denen Professoren eine Vorlesung halten können, so – als wäre es ihre letzte. Eine tolle Idee wie ich finde.

Tragischerweise stimmte das bei Randy Pausch. Er war damals schon diagnostiziert mit unheilbarem Krebs und starb im Juli 2008 (Vorlesung war im Jahr 2007).

Man kann über die Amis sagen was man will (oberflächlich, wissenschaftlich nicht anspruchsvoll etc.), aber solche inspirierenden Reden habe ich bisher nur von Amerikanern gehört. Sie transportieren mit einfachen Worten die wirklich wichtigen Dinge im Leben, versprühen Enthusiasmus und verzetteln sich nicht mit hochtrabenden Unverständlichkeiten.

Randy nannte diese Vorlesung „Achieving your childhood dreams“. Jedoch geht es um so viel mehr als um Träume. Die wichtigsten Take Home Messages habe ich notiert.

  • Men are landing on the moon. Anything is possible. Inspiration and the permission to dream is huge.
  • Brick Walls are there for a reason, they let us prove how badly we want things. They are there to stop people who don´t want it enough. They are there to stop the OTHER people. 🙂
  • When you are screwing up, and nobody is saying anything to you anymore, that means they gave up. Your critics are the ones who tell you that they still love you and care.
  • Enthusiasm. Freedom = nothing left to lose
  • Experience is what you get when you didn´t get what you wanted.
  • If you are mad at somebody, wait long enough and people will surprise and impress you. You just haven´t given them enough time.
  • Share things!
  • The best thing to give somebody: the chance to show them what it feels like to make other people get excited and happy.
  • Make people self reflective
  • Have FUN with what you are doing
  • Pay attention to what men do, and not what they say
  • You can´t get there alone.
  • Tell the truth
  • be earnest
  • Apologize when you screw up
  • Focus on others, not yourself (birthday)
  • Don´t complain, just work harder
  • Be good at something, it makes you valuable
  • Work hard… („Whats your secret?“)
  • Find the best in everybody, no matter how long you have to wait for them to show it
  • luck is where preparation meeets opportunity
  • It`s not about your dreams, it´s about how you lead your life the right way. If you live your life the right way, the dreams will come to you.
  • This talk is not for you. It´s for my kids.

Ich habe gestern Nacht Rotz und Wasser geheult als ich mir dieses Video anschaute. Selten hat mich etwas so sehr berührt.

Falls ich Euch nun Lust gemacht habe Euch das Ganze noch mal anzuschauen, hier der Link dieses tollen Moments:

Menschen

Wie vielen Menschen begegnen wir in einem durchschnittlichen Leben?

An wie viele erinnern wir uns?

Welchen bleibt man in Erinnerung?

Welche durfte man berühren?

Live your dreams?

Mein Flaschenpost – Post brachte mich zum Nachdenken.

Unsere Träume / Pläne

Wie verändern sie sich im Laufe unserer Lebensjahre?

Wird die Zahl der Sehnsüchte mit dem Alter geringer?

Wie gehen wir mit Versäumtem um?

Ist das amerikanische „Streben nach Glück“ wirklich erstrebenswert?

Kann man auch ohne die Erfüllung seiner Träume glücklich sein?

Verschwinden Träume einfach so aus unseren Gedanken?

Welche Träume habt ihr?

>Zeitzeugnis

>Heute habe ich einen interessanten Fund in einem meiner Uralt-Statistik-Bücher gemacht (uuups… da zeigt sich wie lange ich da nicht mehr reingeschaut habe). Anyway, nun zur story:

Ich hatte einmal eine Freundin.
Ihr Leben bestand aus Louis Vuitton Taschen, Bulimie, Juist Urlauben und Kochrezepten für gesunde Hundeernährung (BARF falls das jemandem etwas sagt).
Sie war aus guten Elternhaus und hatte sich kürzlich gewinnbringend weiterverheiratet (man will sich ja nicht verschlechtern).
Leider stellte sich heraus dass der Göttergatte ein Riesenmanko hatte: Er war kein guter Liebhaber.
Warum sie das nicht vor der (sowieso überstürzten) Hochzeit ins Lot gebracht hat ist mir heute noch ein Rätsel. Jedenfalls dachte sie sich eines Tages dass er es wahrscheinlich nie schaffen könne sie zufriedenzustellen und meldete sich in einem Casual-Sex-Internet-Portal an. Dort lernte sie (ebenfalls liierte) Männer kennen und traf sich mit diesen auf Gewerbegebietsparklätzen, Stundenhotels etc.
So richtig Absturz eben. Wenn man schon so kaputt ist wie sie dann kommt es auf die Feinheiten auch nicht mehr an.
Jedenfalls setzte sie nach einigen Situationen, die sich dann doch nicht so entwickelten wie sie sich das vorgestellt hatte, irgendwann ein „Manifest“ auf das die Regeln für sie enthielt und versteckte es eben genau in diesem meinen Statistik-Buch.

Klick und es wird groß
Irgendwann konnte ich mir dann nicht mehr mit ansehen wie sie ihren (echt tollen) Mann rücksichtslos betrog. Ich hatte es satt ihr ständig ein Alibi zu sein und ihn dadurch irgendwie ein Stückchen mitzuverarschen. Ich war kurz davor ihm die Wahrheit zu sagen, habe mich aber dann doch dagegen entschieden weil ich der Meinung war dass er es sowieso schon irgendwie wissen musste. So offensichtlich und dreist waren ihre Eskapaden.
Heute lebt sie mit Mr. Ehemann in einer anderen Stadt. Ich weiß nicht wie der jetzige Stand ist, ob das Spiel dort weiterging oder nicht. Anzunehmen wäre es. 
Irgendwie ein wirklich trauriges Stück Papier, das die Zerstörung einer Beziehung und die Persönlichkeitsstörung einer jungen Frau dokumentiert.