A tribute to the NIGHT

My favorite time of a day. Everything seems possible.

Advertisements

Broke World with horseback and no mountain

„Ohh! Ein Film mit Pferden und Ponnnnys!!“ rufe ich über das Regal hinweg Miss Uffbasse zu. „Mhm.“ schallt es hinter der Wand aus DVDs hervor. Sie ist in einen „The Mentalist“ DVD-Rücken vertieft und beachtet mich nicht. Ich schnappe mir den Film mit dem eindrucksvollen Cover

und beginne zu lesen. Shit. …. Was ich da las, hatte rein gar nichts mit meinen mädchenhaften Pferde-Geschichten-Erwartungen zu tun und bescherte mir stattdessen eine fette Gänsehaut. Die angehende Psychologin in mir war angefixt. Da ich keine 16 Euro für diesen Film ausgeben wollte, habe ich ihn mir … ähem… nun ja… also… im Internet „ausgeliehen“ und eben angeschaut.  Krasse Art seine Schreibpause zu verbringen. Aber höchst spannend wie ich finde.

 

>6 Monate…

>You and me….

Dixie Chicks – cowboy take me away

I said I wanna touch the earth
I wanna break it in my hands
I wanna grow something wild and unruly

I wanna sleep on the hard ground
In the comfort of your arms
On a pillow of bluebonnets
In a blanket made of stars

Oh it sounds good to me I said

Cowboy take me away
Fly this girl as high as you can
Into the wild blue
Set me free, oh, I pray
Closer to heaven above
And closer to you closer to you

I wanna walk and not run
I wanna skip and not fall
I wanna look at the horizon
And not see a building standing tall

I wanna be the only one
For miles and miles
Except for maybe you and
Your simple smile

Oh it sounds good to me
Yes it sounds so good to me

Cowboy take me away
Fly this girl as high as you can
Into the wild blue
Set me free oh I pray
Closer to Heaven above and
Closer to you closer to you

I said I wanna touch the earth
I wanna break it in my hands
I wanna grow something wild and unruly
Oh it sounds so good to me
Cowboy take me away
Fly this girl as high as you can
Into the wild blue
Set me free oh I pray
Closer to heaven above and
Closer to you closer to you
Closer to you
Cowboy take me away,
Closer to you

>Leben lernen

>Ich bin spiessig. Jawohl. Manchmal. Zumindest wenn es ums Fernsehen geht. Ich liebe die Dokumentationen auf Arte. Ja, Arte, richtig gehört. Einige mögen diese langweilig finden. Keine Action. Keine Effekte. Kein offensichtlicher Plot. Einfach das Leben so wie es ist. Mit all seinen lauten und vor allem leisen Tönen. Manchmal sogar einfach ohne Töne und nur mit Gesichtern und deren tausendfachen Ausdrucksmöglichkeiten die kein Schauspieler der Welt nachahmen kann.
So auch wieder in diesem tollen Film „Leben lernen“ von Doug Block (Originatitel „The kids grow up“):

17 Jahre lang hat Filmemacher Doug Block an seinem Dokumentarfilm gearbeitet. Darin erzählt er seine eigene Geschichte, die seiner Tochter und seiner Frau. Es ist eine Geschichte vom Erwachsenwerden, vom Loslassen, von Liebe und Einsamkeit, von Trauer und Neuorientierung. Seit der Geburt seiner einzigen Tochter Lucy dokumentiert Doug Block mit der Kamera ihr Leben und ihre gemeinsame Beziehung. Bis zu dem Zeitpunkt, als Lucy 17 Jahre alt ist und sich im letzten Schuljahr befindet, bevor sie aufs College in eine andere Stadt geht.
Doch nicht nur für Lucy, auch für Doug und seine Frau Marjorie steht eine Zeit des Wandels an. Es fällt ihnen schwer, ihre Tochter gehen zu lassen. Im Verlauf des Jahres erleidet Marjorie eine schwere Depression, von der sie sich nur langsam erholt. Dougs 31-jähriger Stiefsohn Josh wird zum ersten Mal Vater und macht ihn und Marjorie zu Großeltern. Dougs 88-jähriger Vater überlebt nur knapp eine Reihe von altersbedingten Erkrankungen. Die Erkenntnis, dass sie selbst alt werden und ein „leeres Nest“ hüten, macht Doug und Marjorie schwer zu schaffen.
Die Zuschauer erleben, wie aus der kleinen Lucy ein frühreifes Mädchen wird und wie sie zu einer ernsten und selbstbewussten jungen Frau heranwächst. Mit großer Wärme und Humor beobachtet die Kamera den ewigen Vater-Tochter-Konflikt zwischen Kontrolle und Unabhängigkeit. Bei Sichtung des alten Materials stellt Doug bestürzt fest, dass er häufig wie sein eigener autoritärer Vater klingt. Dabei waren seine Erziehungsziele doch ganz andere. Als Lucy auszieht, ist nicht nur sie erwachsen geworden.

Mir war bis zu diesem Film nicht wirklich bewusst was es bedeutet sein Kind als Elternteil aus dem Haus gehen zu sehen.  Für immer. Als man selbst in der Rolle des Kindes war, dachte man die Eltern sollen sich mal nicht so anstellen, haben sie doch jetzt mehr Zeit für sich etc. .  Sicherlich ist dem so, aber irgendwie scheint auch ein neuer Lebensabschnitt eingeläutet und die Eltern kämpfen ganz schön mit der Situation. Verliert man sein Kind etwas dadurch? Diese Gedankengänge hat Doug Block und es ist faszinierend ihn zu sehen wie er sich eingehend mit sich und seiner Tochter auseinandersetzt.
Sehenswert!